
Bild von Gerd Altmann auf PixabayLaptop oder externer Monitor – was ist besser für den Nacken?
Oder besser Sein oder Nichtsein?
Bewältigst du täglich deine Arbeit mit dem Laptop? Und du weißt nicht wirklich warum dein Nacken so meckert?
Das kann ich dir sagen: Weil du dich laufend vor deinem Laptop verneigst, wenn du keinen Laptopständer hast. Darauf bin ich in dem Artikel „Laptopständer – sinnvoll oder nicht?“ schon mal näher eingegangen.
Wenn dir dann auffällt, dass hier noch eine Maus fehlt, weil der Laptop etwas höher ist, dann überfliege diesen Artikel „Ergonomische Maus – sinnvoll oder nicht?“ einfach mal kurz.
Solltest du etwas an deiner Situation Laptop verbessern wollten, bist dir aber noch nicht sicher über das was und wie, dann kann ich dir vielleicht ein bisschen dabei helfen, das Richtige für dich zu finden, damit du deinen Arbeitstag möglichst entspannt erleben kannst. Damit du deine ganzen Aufmerksamkeit deinen Aufgaben widmen kannst und nicht immer von deinem Körper herausgerissen wirst. Es reichen schon die Kunden und Kollegen, die deinen Workflow unterbrechen.
Du arbeitest vermutlich jeden Tag am Laptop und wunderst dich woher deine Nackenschmerzen kommen könnten.
Ein unterschätzter Punkt ist der externe Monitor, also der nicht anwesende externe Monitor.
Was sich auf deine Haltung, deinen Nacken, deinen Rücken auswirken kann und zwar nicht gerade angenehm.

Bild von Pexels auf PixabayDas Problem beim Laptop
Beim Laptop sind Bildschirm fest verbunden – was ein Vorteil ist.
Beim Laptop sind Bildschirm fest verbunden – was ein Nachteil ist.
Zwei Seiten – ein Laptop.
Wie bei einer Münze, da gibt es bekanntlich auch zwei Seiten, die unterschiedlich aussehen
Der Laptop an sich ist eine geniale Erfindung aus der technischen Seite betrachtet, ist er klein. einfach zu transportieren, findet fast überall Platz. Man kommt schnell an seine Daten und hat sie überall gleich parat.
Aber aus ergonomischer Sicht eher eine Katastrophe für den Anwender. Entweder der Bildschirm ist zu weit unten oder die Tastatur zu weit oben, weil diese beiden Komponenten miteinander verbunden sind. Und dann ist da noch das Mauspad, das für langfristige Anwendungen eher kontraproduktiv ist.
Die Folge ist eine ungünstige bis schlechte Haltung, die nicht ohne Folgen bleibt. Du hast einige interne Beschwerdestellen, die sich da gerne zu Wort melden.
Da wären als Beschwerdestellen: der Rücken, der Nacken, der Kopf.
Da sie die Beschwerde nicht per Post oder Mail senden können benutzen sie den naheliegenden internen Weg welcher sich in Verspannungen, Schmerzen und Unkonzentriertheit äußern.
Nicht von Anfang an, schön langsam und wenn du nicht „zuhörst“ dann werden die Beschwerden lauter (also intensiver).
Wo genau liegen die Nachteile eines Laptops?
- Dein Blick ist nach unten gerichtet
Die Verbindung deines Körpers zum Kopf über den Hals ist ein fragiles Gebilde, wenn es dauerhaft im Nacken überdehnt ist, dann überfordert das die Muskulatur - Dein Rücken krümmt sich
Du passt dich der Höhe des Bildschirms an, also noch genauer: Du Mensch passt dich der Technik an, die dir die Arbeit erleichtern soll.
Die Folge ist, dein Rücken mutiert langsam aber sicher zu einem Fragezeichen.
Bei Laptop kannst du entweder gut auf den Bildschirm sehen ODER gut tippen.
Für einen effizienten Arbeitsfluss brauchst du beides – gleichzeitig.

Bild von Pete Linforth auf PixabayVorteile eines externen Monitors
Wenn du mit einem externen Monitor arbeitest hast du zwei Komponenten, die du individuell auf dich einstellen und anpassen kannst. Du musst dich nicht entscheiden, weil hier zu entscheiden ist so ähnlich als wolle man wählen zwischen Pest und Cholera. – Eher nicht zu empfehlen.
Vorteile:
Dein Nacken ist weniger belastet
Dein fragiles Genick muss muss deinen Kopf nicht mehr in Hochleistungsarbeit in einer ungünstigen Position ausbalancieren.
Deine Nackenmuskulatur ist entlastet.
Dein Bildschirm ist auf Augenhöhe
Endlich siehst du deinem Gegenüber von Auge zu externen Bildschirm gegenüber, in der für dich richtigen Höhe. Du hast jetzt die Möglichkeit den Bildschirm so zu stellen, dass du nicht mehr nach unten blicken musst.
Dein Kopf kann wieder seine natürliche Haltung einnehmen
Es gibt nichts schöneres für deinen Körper und in diesem Fall speziell für deinen Kopf seiner natürliche Haltung zu sein. Das könnte sogar deine Kopfschmerzfrequenz verringern, aber sicher deine Konzentration verbessern.
Du hast eine wesentlicher bessere Übersicht.
Schon weil der Monitor üblicherweise etwas größer ist und dann noch in deinem normalen Sichtspektrum ist, hast du mehr Überblick und folglich auch mehr Durchblick, was dir mehr Einblick in deine Aufgaben ermöglicht. 😀
Kurz und gut, deine Aufgabe stresst dich von der körperlichen Seite aus betrachtet nicht mehr so. Stressige Kunden oder Chefs kann der externe Monitor leider nicht abhalten.
Wo lieg der entscheidende Unterschied?
Also das Non plus Ultra eines externen Monitors liegt eindeutig an der Tatsache, dass dieser die Haltung und die Bedienung trennt.
Du dich also nicht mehr vor deinem Laptop verneigen musst, was die Meisten ohne extra Monitor tun.
Besser wäre es der Laptop verneigt sich vor dir. 😄
Das ist der absolute Vorteil, wenn es um eine menschengerechte Arbeitsplatzgestaltung geht. Oft ist die Arbeitsplatzgestaltung, also die Ergonomie technologiegerecht.
Den Geräten macht es nichts aus, wenn du die so hinstellst, dass du am Besten damit arbeiten kannst, die bekommen davon keine Schaltkreisverspannungen oder Schmerzen in ihrem Arbeitsspeicher, das ist ein menschliches Privileg.
Wann reicht der Laptop alleine?
Natürlich geht es auch ohne extra Monitor. Aber ohne Aufrüsten geht es meistens doch nicht, wenn du deinen Arbeitsplatz auf dich und nicht auf die Maschine abstimmen möchtest.
In diesen Fällen kannst du auf einen extra Monitor verzichten:
- Du nutzt ihn nur kurz
Wenn du unterwegs bist oder in einer Besprechung und du nur mal schnell was nachsehen möchtest. Vielleicht auch für kurze Notizen nutzen, dann musst du nicht gleich dein ganzes Equipment aufbauen.
Hör einfach auf deinen Körper, der sagt dir schon wann „kurz“ vorbei ist. 😉 - Du nutzt eine Erhöhung, wie etwa einen Laptopständer
Dann stimmt deine Kopfhaltung und dein Nacken spannt nicht so schnell oder gar nicht mehr zu. - Du nutzt externe Geräte, wie etwas Maus oder Tastatur
So trennst du die Tastatur und die Maus vom Bildschirm und holst, falls du einen Laptopständer benutzt, die Arbeitshöhe deiner Hände wieder auf den Schreibtisch zurück. Dauerhaft schwebende Arme lösen sonst das nächste Problem aus.
👉 So wird dein tägliches Arbeiten deutlich ergonomischer.
Wann macht ein externer Monitor Sinn?
Ein externer Monitor lohnt sich besonders, wenn du:
- Jeden Tag lange lange arbeitest
Wenn du mehrere Stunden am Laptop bist und das die ganze Woche lang. - Du sowieso schon Nackenprobleme hast
Ein extra Monitor hat das Potential deine Beschwerden zu lindern. - Du von Haus aus viele Stunden am Schreibtisch sitzt
Dann ist dein System durch die mangelnde Mobilisation anfällig für Verspannungen jedweder Art.
👉 In diesen Fällen ist er fast immer die bessere Wahl

Ergänzende Übungen
- Bewege deinen Nacken
Schau einmal über die rechte Schulter und dann wieder über die linke Schulter. (10 Ausführungen) - Lockere deine Schultern
Bewege die Schultern nach vorne und dann nach hinten (10 Ausführungen) - Löse den Blick vom Bildschirm
Schau dir irgendwas Anderes ein wenige an, am Besten etwas, dass du durch das Fenster siehst.
Schon ein klein wenig Bewegung kann dich deutlich lockerer machen.

Tipp
Wenn du viel am Laptop arbeitest:
👉 kombiniere ihn mit externem Monitor oder Laptopständer plus Maus und Tastatur, dann bist du bestens gerüstet für deinen Arbeitseinsatz.
Wusstest du schon?
Schon eine leicht bessere Bildschirmhöhe kann die Belastung im Nacken deutlich reduzieren.
Der „herabschauende Hund“ mag zwar im Yoga gut sein, aber im Arbeitsalltag hat er nichts zu suchen. Hier arbeiten wir ganz klassisch ohne Haustier auf dem Tisch.

Fazit
Ein externer Monitor bietet klare Vorteile für die Ergonomie und entlastet den Nacken deutlich. Ein Laptop kann mit Anpassungen funktionieren, ersetzt jedoch langfristig keine optimale Arbeitsplatzlösung.

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